Bis zu 700 Prozent Nachtzuschlag – Für späte Flieger wird es deutlich teurer – Neue Entgeltordnung am Flughafen setzt 16-Punkte-Plan um | 2.Mai 2017

Für Flugzeuge, die in Hamburg verspätet zur Nachtzeit landen, wird es in Zukunft deutlich teurer. Das sieht eine neue Entgeltordnung des Flughafens vor, die am 14. Juni in Kraft tritt. Für einen Flieger der höchsten Lärmklasse erhöht sich der Zuschlag für Tagesrand- und Nachtzeiten um bis zu 700 Prozent, wie aus einer Schriftlichen Kleinen Anfrage der Regierungsfraktionen von SPD und Grünen hervorgeht.

Außerdem wird der regulär im Flughafenentgelt zu zahlende Lärmzuschlag pro Start und Landung für Flugzeuge aller sieben Lärmklassen um jeweils 100 Prozent angehoben. Mit der neuen Entgeltordnung wird jetzt ein weiteres wichtiges Vorhaben aus dem im vergangenen Jahr beschlossenen 16-Punkte-Plan gegen Fluglärm umgesetzt.

Je später desto teurer – diese simple Gleichung setzen wir mit der neuen Entgeltordnung des Flughafens konsequent um. Wir halten damit Wort mit dem Versprechen aus dem 16-Punkte-Plan. Es ist unser erklärtes Ziel, den Fluglärm im Interesse der Anwohnerinnen und Anwohner weiter zu reduzieren. Ein zentraler Hebel ist dabei die Entgeltpolitik des Flughafens gegenüber den Fluglinien.

Mit der sehr deutlichen Erhöhung der Lärmzuschläge, gerade auch für die Nachtstunden, setzt der Flughafen die richtigen Anreize, die Zahl der späten und verspäteten Flieger zu reduzieren und möglichst umweltschonendes und leises Fluggerät einzusetzen. Wir wollen mehr und besseren Lärmschutz, ohne die notwendige Entwicklung unseres Flughafens einzuschränken, deshalb sind der stärkere Einsatz von leiseren Flugzeugen, die stetige Weiterentwicklung der Landeentgelte sowie eine noch strengere Einhaltung der Betriebszeiten genau die richtigen Stellschrauben, an denen jetzt gedreht wird. Auf diesem Weg werden wir weitergehen – immer im engen Dialog mit der Allianz für den Fluglärmschutz, in der auch die Fluglärmschutzinitiativen vertreten sind.