Einigung zum “Guten Ganztag” | 14.06.2016

Die Regierungsfraktionen von SPD und Grünen sowie die Vertreterinnen und Vertreter der Volksinitiative “Guter Ganztag” haben nach intensiven Beratungen und Verhandlungen in den vergangenen Wochen und Monaten eine Einigung erzielt. Zentrale Elemente der Einigung sind die Einrichtung eines “Sonderfonds Guter Ganztag” in Höhe von zunächst 25 Millionen Euro, eine schrittweise Erhöhung des Personalschlüssels in der Betreuung um bis zu 17,5 Prozent, die Verbesserung der Verpflegung durch den Ein- und Umbau von Vitalküchen und die Einrichtung eines Ganztagsausschusses in jeder Schule, der unter anderem ein Raumkonzept mitentwickeln soll. Jede Schule mit Ganztagsbetreuung soll insbesondere eigene Ruhe- und Toberäume erhalten.

Wenn man sich im Ziel einig ist, den Ganztag an Hamburgs Schulen besser zu machen, sollte man einen gemeinsamen Weg finden und einen streitigen Volksentscheid vermeiden – das ist uns gelungen. Wie bei Krippe und Kita gehen wir nun auch in der Ganztagsbetreuung an Schulen nach dem Platzausbau und der Gebührenfreiheit Schritt für Schritt auch die Qualitätsverbesserung an. Das ist in Zeiten von Schuldenbremse ein großer, aber gerade noch vertretbarer Kraftakt.

Schon jetzt vertrauen Hamburgs Eltern in großer Zahl auf das ganztägige Schul- und Betreuungsangebot. Zusätzlich zum ohnehin stattfindenden Ausbau des Ganztagsangebots bringt das jetzt vorliegende Maßnahmenpaket in punkto Personal, Essensangebot und räumliche Situationen noch einmal weitere Verbesserungen. Ein wichtiger Baustein ist außerdem der neu zu schaffende Ganztagsausschuss an den Schulen: Damit sorgen wir im Sinne von mehr Beteiligung und Transparenz dafür, dass alle Akteure noch enger miteinander zusammenarbeiten, um die Qualität des Ganztagsangebotes zu stärken.

Der mehrjährige Verbesserungsprozess, den wir jetzt gemeinsam mit der Volksinitiative starten, ist ein großer Schritt nach vorn für Hamburgs Kinder und Eltern.